Heilung aus der Hanfpflanze – Cannabinoide und ihre Wirkweise

Es lässt sich nicht leugnen, Cannabis und seine Cannabinoide erleben ein großes Comeback. Mit einer zunehmenden Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten ist es unerlässlich, den Unterschied zwischen den beiden wichtigsten Cannabinoiden zu verstehen: CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol).

Die meisten Menschen haben von der Hanfpflanze, von CBD, von Marihuana und Rauschgift gehört. Viele Menschen neigen dazu, alles, das von der Hanfpflanze kommt und konsumiert wird, als Rauschgift abzuurteilen. Allerdings ist das eine Fehlannahme. Die Hanfpflanze besteht aus 104 sogenannten Phytocannabinoiden. Jedoch nur eine davon, das THC (Tetrahydrocannabinol), hat psychoaktive Eigenschaften. THC verursacht ein Gefühl, das wir als „high“ oder „stoned“ bezeichnen.

Bei längerem Konsum kann THC bei bestimmten Anwendern Zustände wie Paranoia und Angstzustände hervorrufen. THC ist der Favorit von Freizeit-Cannabis Konsumenten und kann auf unzähligen Arten konsumiert werden, darunter Rauchen, Vaping und nicht zu vergessen, der Genuss köstlicher Kekse oder Brownies.

CBD (Cannabidiol) hingegen wird ausschließlich für heilende und gesundheitsfördernde Zwecke verwendet und findet mehr und mehr Popularität. Von all den 104 Phytocannabinoide wurden CBD und THC bislang am intensivsten erforscht. Cannabinoide und andere Bestandteile von Cannabis haben sich als Modulatoren vieler physiologischer Systeme im menschlichen Gehirn und Körper erwiesen.

Obwohl beide Cannabinoide, CBD und THC, die gleiche chemische Formel haben, wirken sie unterschiedlich

Trotz der gleichen chemischen Zusammensetzung haben CBD und THC sehr verschiedene Wirkungen. Das liegt darin, dass die Anordnung der Atome innerhalb der Cannabinoide verschieden sind. Diese leichte Abweichung bewirkt, dass THC eine psychoaktive Wirkung erzeugt, die in CBD nicht vorhanden ist.

Als Marihuana werden die getrockneten Blüten der Hanfpflanze bezeichnet, die von vielen Freizeit-Cannabis Konsumenten bevorzugt werden. Es gibt aber Cannabis- genauer gesagt Hanfsorten (z. B. industrieller Hanf), die einen sehr niedrigen THC Gehalt besitzen. Der größte Teil der medizinischen Vorteile von Cannabis kommt von CBD und anderen Nicht-THC-Cannabinoiden. Auf einen Nenner gebracht, THC macht high, CBD nicht. Obwohl, einiges darauf hinweist, dass auch THC medizinisches Potential besitzt.

CBD und seine heilenden Eigenschaften

CBD (Cannabidiol) ist vielleicht das aufregendste Cannabinoid aufgrund seines enormen medizinischen Nutzens. CBD wurde intensiv untersucht und erforscht. Seine Entdeckung und vielseitigen Anwendungen waren bahnbrechend. Gegenwärtig gibt es viele Studien zum Thema CBD, und viele Unternehmen erforschen aktiv seine Verwendung in einem klinischen Umfeld. Wann immer der therapeutische Nutzen von Cannabisprodukten diskutiert wird, dann handelt es sich gewöhnlich um das rauschfreie Cannabis, CBD.

Wie erlangt CBD seine Wirkung im Körper?

Cannabinoide entfalten ihre Wirkung durch die Interaktion mit spezifischen Cannabinoid-Rezeptoren auf der Oberfläche von Zellen. Diese Rezeptoren befinden sich in verschiedenen Teilen des Zentralnervensystems. Die beiden Haupttypen von Cannabinoid-Rezeptoren im Körper sind CB1 und CB2.

Wissenschaftliche Forschungen zufolge binden sich bestimmte Cannabinoide, wie z. B. das THC, direkt an einen bestimmten Rezeptortyp. Im Falle von THC sind CB1-Rezeptoren betroffen. Cannabidiol hingegen bindet weder an CB1- noch an CB2-Rezeptoren direkt. Stattdessen stimuliert es beide Arten von Rezeptoren. Studien haben auch gezeigt, dass die CBD die Auswirkungen von THC auf den CB1-Rezeptor begrenzt, was zu einer Verringerung unerwünschter Nebenwirkungen des THC-Konsums führt.

Wogegen hilft CBD?

CBD hat starke antitumorale, antioxidative, krampflösende, antipsychotische, antikonvulsive und neuroprotektive Eigenschaften und kann das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessen. Weltweit haben Millionen von Patienten die verschiedensten Symptome erfolgreich mit CBD behandelt. Die orale Verabreichung von CBD kann unter anderem durch ein CBD Öl geschehen, das unter die Zunge geträufelt wird, und durch Kapseln oder CBD Tee.

Wussten Sie?

Cannabis Sativa ist eine Pflanze aus der Familie der Cannabaceae, die verschiedene Hanfsorten umfasst. Die Sativa-Sorten gedeihen bei wärmerem Wetter und stammen aus den Ländern am oder nahe dem Äquator, wie z. B. Kolumbien, Mexiko, Thailand und Südostasien.

Cannabis Sativa wird seit jeher angebaut und für seine Fasern, Samen und Öle geerntet, die in der Vergangenheit für industrielle, ernährungswissenschaftliche und medizinische Zwecke verwendet wurden. Heute wachsen Sativa-Hanfstämme noch immer wild in vielen feuchten und tropischen Gebieten der Welt.

Zusammenfassun: CBD RECHTSLAGE

Da die Nachfrage nach CBD weiter in die Höhe schießt, hat sich die CBD-Industrie zu einem einzigartigen Markt entwickelt, der zwar unabhängig, aber dennoch eng mit der Cannabis Industrie verbunden ist, einschließlich ihres umstrittenen Rufs und der sich wandelnden Rechtslage.

Aufgrund dieser verwirrenden und komplizierten Rechtslage ist es für CBD-Konsumenten bedeutender denn je, den Unterschied zwischen Hanf und Marihuana und deren Beziehung zu Cannabis zu verstehen.

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